Windkraft

Eine Windkraftanlage wandelt die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie um und speist sie in das Stromnetz ein. Dies geschieht, indem die Bewegungsenergie der Windströmung auf die Rotorblätter wirkt und sie somit den Rotor in eine Drehbewegung versetzt und über den Generator elektrischen Strom gewonnen wird.

Politische Rahmenbedingungen

Als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima hat die Bundesregierung im Sommer 2011 weitere wichtige Entscheidungen zur Energiewende getroffen.

Zentraler Baustein für die Energieversorgung der Zukunft ist der weitere zügige Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Strommarkt der Zukunft soll zunehmend aus erneuerbaren Energien bestehen. Bis 2020 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung auf 35 % steigen, bis 2050 auf 80 %.

Was wurde bis 2012 durch erneuerbare Energien erreicht?

  • 12,7 % vom gesamten Endenergieverbrauch – Strom, Wärme und Kraftstoffe
    (2011: 11,7 %)
  • 23,6 % vom Bruttostromverbrauch (2011: 20,4 %)
  • 10,0 % vom Endenergieverbrauch für Wärme (2011: 10,0 %)
  • 5,8 % vom Kraftstoffverbrauch (2011: 5,5 %)
  • 145 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen wurden vermieden (2011: 128 Millionen Tonnen), davon 82 Millionen Tonnen durch Strom mit EEG-Vergütungsanspruch
  • Investitionen in Höhe von 19,5 Milliarden Euro wurden ausgelöst
    (2011: 23,2 Milliarden Euro)
  • 377.800 Menschen waren in der Branche beschäftigt (2011: 381.600)

 

Ein wesentlicher Baustein des Konzeptes ist der Ausbau der Windenergie auf See sowie auf Land. Bei dem Ausbau auf Land ist der Ausweis geeigneter Flächen ausschlaggebend.  Dabei sollen Bund und Länder zusammenarbeiten und bei unkritischen Standorten das Genehmigungsverfahren abkürzen.

Insbesondere soll durch eine Neuordnung des Bauplanungsrechtes das Repowering an bereits bestehenden Anlagenstandorten erleichtert werden.

Entwicklung der Windenergie in Deutschland

Zum 31.12.2013 waren in Deutschland  23.645 Windenenergieanlagen mit einer Nennleistung von 33.729  MW installiert (Quelle: BWE).

In 2013 deckte  die Windenergieleistung ca. 9 % des deutschen Stromverbrauches und liefert damit den größten Anteil an den erneuerbaren Energien.

Im Neubau von Anlagen geht die Tendenz auf Grund fortschreitender Technik zu höheren und größeren Anlagen. 2013 neu errichtete Anlagen hatten eine durchschnittliche Nabenhöhe von 117 m und eine durchschnittliche Leistung von 2,6 MW.

In Bayern waren Ende 2013 652 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.120 MW installiert, der Zubau war mit 98 Anlagen relativ hoch.  Die durchschnittliche Nabenhöhe der 2013 neu errichteten Anlagen betrug 136 m, der durchschnittliche Rotordurchmesser  105 m und die durchschnittliche Nennleistung 2,6 MW.

Tendenziell sind die Anlagen in den südlichen Bundesländern deutlich größer als im Norden.